Die Landesregierung hat das langfristige politische Ziel der Energiewende prägnant in drei Zahlen festgehalten: 50-80-90. Bis 2050 soll es soweit sein: 50%-ige Steigerung der Effizienz beim Einsatz von Strom und Wärme, 80% des Energiebedarfs soll aus erneuerbaren Energien stammen und damit 90% der schädlichen Klimagase vermieden werden.

Die wesentlichen Potenziale für die Nutzung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg liegen bei der Nutzung von Sonnen- und Windenergie. Die Wasserkraft gilt als weitgehend ausgereizt im Ländle, Strom aus Biomasse hat inzwischen nur noch ein begrenztes Potenzial. Gleiches gilt für die Geothermie.

Während sich die Sonne flächendeckend auf vielen tausend Dächern in kleinen Einheiten nutzen lässt, ist die Nutzung der Windenergie auf sogenannte windhöffige Standorte angewiesen. Diese finden sich vor allem in den Kuppen- und Gipfellagen von Alb und Schwarzwald sowie in Hohenlohe. Durch den technischen Fortschritt lässt sich mittlerweile auch in Gebieten wie dem Schurwald oder im Welzheimer Wald wirtschaftlich Wind ernten, d.h. die Zahl der potenziellen Baugebiete für Windkraftanlagen nimmt zu.

Das ist zunächst eine erfreuliche Nachricht im Hinblick auf die Erreichung der Ziele der Energiewende in Baden-Württemberg. Eine stabile Mehrheit von 90% unterstützt zudem  in Deutschland die Ziele der Energiewende. Die Zustimmungsraten für die Nutzung der Windenergie lagen zuletzt bei 77%. Dagegen liegen Kohle und Kernkraft bei Zustimmungsraten von weniger als 10% für die langfristige Energieversorgung.

Trotzdem gibt es vor Ort bei den betroffenen Bürgern zunehmenden Widerstand gegen den Bau von Windkraftanlagen. Die Zahl der Bürgerinitiativen wächst und die Zahl der Gerichtsverfahren ebenfalls. Die Gründe dafür sind vielfältig: Befürchtet werden der Wertverlust des Eigenheims, Infraschallbelastung, Naturzerstörung und Vieles mehr. Der Bedarf an Information und Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist in jedem Fall sehr hoch, um sinnvolle tragfähige Lösungen zu finden.

Wir möchten mit unserem Know-how und unserer langjährigen Erfahrung mit Infrastrukturprojekten in Baden-Württemberg ein umfassendes Projekt- und Beteiligungsmanagement anbieten, das über konkrete Projekte hinaus einen bleibenden Mehrwert für den Umgang mit Infrastrukturprojekten auf kommunaler Ebene schafft.